
Utensilien:
8:00 Uhr morgens, 1 dunkler, mächtiger,
undurchdringlicher Wald fernab der Zivilisation, 100 lange Kerzen (möglichst schwarz), 10 Fackeln, 3 Sechsen, diverse okkulte
Symbole, 1 Stock, 1 Feuerstein, 1 Stein, 1 Axt, 1 Schwert, 1
Dolch, verschiedene Arten der Körperpanzerung (z.B.
Stachelarmreifen), 1 Ziege, 1 hübsches nacktes Mädchen, weiße
und schwarze Farbe, 1 Ritualkelch, 10 Flaschen Feuerwasser, 1
Flasche Hustensaft, Pflaster
Vorgehensweise:
Als erstes begibt man sich um 8:00 Uhr morgens mit
dem ganzen Zeug in den Wald. Dort sucht man sich einen geeigneten
Platz: geeignet sind kleine Lichtungen, im Durchmesser ungefähr
10m. Hat man einen solchen Platz gefunden, beginnen die
eigentlichen Vorbereitungen. Man legt sein Zeug irgendwo hin und
beginnt mit dem Stock. Mit diesem zeichnet bzw. kratzt man ein
auf der Spitze stehendes (vom Zeichner aus gesehen) Pentagramm in
den Waldboden, ca. 2m im Durchmesser. Dann nimmt man die 3
Sechsen und platziert eine an der unteren Spitze und jeweils eine
an der linken und rechten oberen Spitze. Die okkulten Symbole
verteilt man gleichmäßig rund um das Pentagramm. Das ganze
sollte nun ungefähr so aussehen:
Nun nimmt man die weiße und schwarze Farbe und bemalt damit sein Gesicht, und wenn man möchte, auch noch einige andere Körperteile (Vorsicht bei den Genitalien). Bei der Bemalung kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen.
So weit, so gut. Jetzt wird es etwas kniffelig. Durch Schlagen des Steins auf den Feuerstein und gleichzeitiges Dazuhalten einer Kerze entfacht man diese. Diese Arbeit sollte man bis ca. 19:00 Uhr erledigt haben, sonst kommt der Zeitplan durcheinander. Mit der brennenden Kerze entzündet man jetzt der Reihe nach alle anderen 99 Kerzen und verteilt diese gleichmäßig rund um das Pentagramm (Abstand ca.3m).
Hat man dies erledigt beginnt das eigentliche Ritual. Man stellt sich in die Mitte des Pentagramms, der Blick ist nach oben gerichtet, das Gesicht zu einer Fratze verzerrt. Mit lautem Kreischen, Zetern und Krächzen verflucht man nun die gesamte Menschheit; das Christentum und Gott im speziellen. Danach wird der Meister, Satan, gepriesen. Alsdann nimmt man das Schwert und schlägt der Ziege den Kopf ab. Das Schwierigste dabei ist, alle Vorgänge so aufeinander abzustimmen, dass das Abschlagen des Ziegenkopfes Punkt Mitternacht erfolgt, sonst war alles umsonst. Sobald dies geschehen ist, fängt man das Blut der Ziege mit Hilfe des Ritualkelches auf. Hat sich der Kelch gefüllt, nimmt man einen herzhaften Schluck daraus, auch, wenn man eine tiefe Abneigung gegen das Trinken von frischem, warmen Ziegenblut hegt.
Nun kommt das hübsche nackte Mädchen ins Spiel. Man reicht ihr den Kelch, und sie trinkt ebenfalls daraus. Der Kelch sollte nun geleert sein. Man bittet sie nun, sich auf das Pentagramm zu legen, und zwar den Kopf zwischen die beiden oberen Sechsen. Jetzt nimmt man den Dolch und ritzt ihre Haut auf, wo, ist eigentlich egal (bevorzugt Arme/Brust), Hauptsache, es blutet. Sobald sie anfängt, zu bluten, fängt man ihr Blut wieder mit dem Ritualkelch auf und trinkt wieder davon (sie nicht). Wenn man mit dem Trinken fertig ist, nimmt man die Pflaster und klebt diese auf die dem Mädchen zugefügten Wunden, denn sie soll ja auch beim nächsten mal wieder mit dabei sein können.
Dies war der Opferteil des Rituals. Kommen wir jetzt zum Aggressions-/Gewaltteil. Sobald sich das Mädchen an einen sicheren Ort begeben hat, nimmt man die Fackeln und entzündet sie an den hoffentlich noch immer brennenden Kerzen. Nachdem man sich dann den Mund mit Feuerwasser gefüllt hat, stellt man sich in die Mitte des Pentagramms und spuckt das Feuerwasser aus dem Mund in die von sich weg gehaltenen brennenden Fackeln. Durch die dabei entstehende Hitze ist es möglich, das die Gesichtsbemalung etwas leidet. Das muss jedoch nicht sein, man sollte sich in diesem Fall die Zeit für Korrekturarbeiten nehmen.
Hat man alle 10 Flaschen Feuerwasser auf diese Art und Weise geleert und eventuellen Rachenerkrankungen durch das Trinken des Hustensaftes vorgebeugt, beginnt der letzte Teil des Rituals. Es kommt nun die Axt zum Einsatz. Nachdem man alle verbliebenen Utensilien verstaut hat (z.B. in einem geräumigen Wanderrucksack) nimmt man die Axt zur Hand. Auf dem nun folgenden Heimweg durch den Wald nimmt man jedoch keine Wege, sondern bahnt sich durch das Unterholz seinen Weg nach Hause, auch wenn es dunkel ist, man nichts erkennen kann und sich ständig stößt (hoffentlich sind noch Pflaster übrig?). Mit diesem Akt beschließt man das Ritual und ist nun einen weiteren Monat vor den Tücken und Fallen seiner Feinde (speziell Christen) gefeit.
Ich wünsche allen, die dieses Ritual vollziehen oder bereits vollzogen haben, viel Glück.